Lucia Hall
Camerata Classica
1. Konzertmeisterin
Die kanadische Geigerin Lucia Hall konzertiert international als Solistin und Kammermusikerin und war auf zahlreichen Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika sowie Russland zu hören. Sie trat in renommierten Sälen wie dem Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, dem Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, der Kölner Philharmonie und dem Place des Arts Montréal auf und war Gast bedeutender Festivals, darunter Martha Argerich and Friends, die Haydn Festspiele Eisenstadt und das Progetto Martha Argerich in Lugano.
Sie war jüngstes Gründungsmitglied des Ensembles I Musici de Montréal, mit dem sie umfangreiche Konzertreisen, solistische Auftritte und CD-Produktionen realisierte. Als Kammermusikerin musizierte sie unter anderem mit Martha Argerich, Mischa Maisky, Nobuko Imai, Dora Schwarzberg, Ivry Gitlis und Gautier Capuçon. Mehrere Komponisten widmeten ihr Werke, darunter ein Duo für Violine und Violoncello von Lucio Bruno Videla, uraufgeführt im Wiener Musikverein, sowie die österreichische Erstaufführung des Violinkonzerts von Hans Kunstovny mit dem Wiener Concertverein unter Lorenzo Viotti. Weitere Uraufführungen umfassen Mavrya von Andrea Liberovici in Lugano und Die Zeit von Alexander Rabinovitch-Barakovsky, aufgeführt und auf CD eingespielt in der Kölner Philharmonie gemeinsam mit Martha Argerich.
Ihre Ausbildung erhielt sie bei Eleonora Turovsky in Montréal sowie bei Dora Schwarzberg an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie ihr Konzertdiplom mit Auszeichnung abschloss und mit dem Würdigungspreis des österreichischen Bundesministeriums geehrt wurde. Nach langjähriger Tätigkeit als Assistentin von Dora Schwarzberg unterrichtet sie jetzt im Bereich der Hochbegabtenförderung, im tertiären Bereich in Italien und bei internationalen Meisterkursen. Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen entstanden CD-Produktionen bei Chandos Records, Gramola und EMI Classics. Als 1. Konzertmeisterin der Camerata Classica prägt sie den Ensembleklang durch solistische Strahlkraft und kammermusikalische Sensibilität.